TRIMET stellt Energieversorgung auf wasserstoffreiches Energiegas um
Neue Energieversorgung senkt die direkten CO₂-Emissionen des Recyclingwerks im Klimahafen Gelsenkirchen um 25 Prozent

Das Recyclingwerk von TRIMET im Gelsenkirchener Stadthafen stellt seine Energieversorgung auf wasserstoffreiches Energiegas um. Dadurch sinken die direkten CO₂-Emissionen des Standorts um rund 4.000 Tonnen pro Jahr. Gleichzeitig schafft die Umstellung eine Perspektive für den künftigen Einsatz von Wasserstoff.
Statt Erdgas nutzt TRIMET künftig wasserstoffreiches Kokereigas für die Schmelzöfen seines Recyclingwerks. Das Gas entsteht bei der Koksherstellung von ArcelorMittal in Bottrop, enthält mehr als 60 Prozent Wasserstoff und wird von Uniper Energy Sales geliefert. Für den Transport kann weitgehend das bestehende Gasnetz genutzt werden. Lediglich die letzten rund 700 Meter bis zum Werk mussten durch eine neue Versorgungsleitung erschlossen werden.
Durch die Umstellung reduziert TRIMET die direkten CO₂-Emissionen des Werks um rund 25 Prozent beziehungsweise 4.000 Tonnen jährlich. Gleichzeitig wird Kokereigas, das andernfalls teilweise abgefackelt werden müsste, einer industriellen Nutzung zugeführt. Die Schmelzöfen sind zudem darauf vorbereitet, perspektivisch vollständig mit Wasserstoff betrieben zu werden, sobald dieser zu wirtschaftlich tragfähigen Bedingungen verfügbar ist.
Industrielle Transformation konkret umgesetzt
Das Projekt zeigt, wie vorhandene industrielle Ressourcen und Infrastrukturen über Unternehmens- und Stadtgrenzen hinweg genutzt werden können, um Emissionen bereits heute zu reduzieren und gleichzeitig den Übergang zu einer wasserstoffbasierten Energieversorgung vorzubereiten.
Auch der Austausch und die Vernetzung im Klimahafen Gelsenkirchen haben die Entwicklung des Projekts begleitet und auf dem Weg zur Umsetzung unterstützt. Das Vorhaben steht damit beispielhaft für den Ansatz des Klimahafens, industrielle Akteure miteinander zu vernetzen und konkrete Transformationsprojekte am Standort zu unterstützen.
TRIMET hat das Recyclingwerk in den vergangenen drei Jahren umfassend modernisiert. Die Produktionskapazität wurde um rund 20 Prozent auf jährlich 70.000 Tonnen Recyclingaluminium erhöht. Weitere Maßnahmen umfassen eine Photovoltaikanlage mit mehr als 600 Kilowatt Leistung sowie Planungen, industrielle Abwärme künftig für das öffentliche Fernwärmenetz nutzbar zu machen.