Kurzstudie: Dekarbonisierung der industriellen Prozesswärme im energieintensiven Mittelstand

Kurzstudie, gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt - Abschlussworkshop

Ende 2022 schließt der Studienprozess mit einem Ergebnis-Workshop, zu dem ausgewählte Mitglieder der Fachcommunity eingeladen sind, um sich zu den Ergebnissen sowie damit verbundenen Implikationen zu informieren und darüber zu diskutieren. 
Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben und bisher noch nicht angesprochen worden sein, melden Sie sich gerne direkt unter folgendem Link an: 

ANMELDUNG
 

DI, 06.12.2022, 10-12.30 (Video-Konferenz per Microsoft Teams)

10.00Begrüßung / Einführung
 

Wolfgang Jung, Geschäftsführer Wissenschaftspark Gelsenkirchen GmbH / Wasserstoff-Koordinator Stadt Gelsenkirchen
Lars Baumgürtel, Geschäftsführender Gesellschafter ZINQ GmbH & Co KG / Sprecher der Initiative „Klimahafen Gelsenkirchen“

10.10 Vorstellung der Studienergebnisse / Q&A
 Karin Arnold, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Dr. Marcus Budt, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
Dr. Markus Hadam, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
 
11.20
 
Einordnung der Studienergebnisse in den Diskurs über die Dekarbonisierung der Prozesswärme (Fokus Mittelstand)
Moderiertes Panel
 - N.N., Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMK) (angefragt)
- Michael Theben, Abteilungsleiter Klimaschutz und Landesplanung, Ministerium für Wirtschaft, Innovation und Klimaschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE NRW) (angefragt)
- Dr. Jürgen Grönner, Geschäftsführer Westnetz GmbH
- Lars Baumgürtel, Geschäftsführender Gesellschafter ZINQ GmbH & Co KG / Sprecher der Initiative „Klimahafen Gelsenkirchen“
- Paul Münnich, Projektreferent Industrie,  Agora Energiewende
 
12.20Zusammenfassung/Ausblick
12.30Ende

Hintergrund und Zielsetzung

Um die technisch-ökonomischen Fragestellungen im Pilotprojekt "Klimafreundlichen Prozesswärme" der Initiative beantworten zu können, wird mithilfe einer Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) eine Kurzustudie erstellt, die von institutionellen und Unternehmenspartnern in der Initiative unterstützt und vom Wissenschaftspark Gelsenkirchen koordiniert wird.

Für international im Wettbewerb stehende Unternehmen ist ein enormer Handlungsdruck – nicht zuletzt auch durch fortschreitend verschärfte Klimaziele - entstanden, ihre Produktion zu dekarbonisieren und dafür den wirtschaftlichsten und nachhaltigsten Technologie-Pfad zu wählen. Dabei sind zwei Basis-Optionen zu unterscheiden: Umstellung der vorhandenen Anlagentechnik auf ein klimaneutrales Brenngas (z.B. grüner Wasserstoff) und Umstellung auf direktelektrische Verfahren auf Basis grünen Stroms (z.B. Hochtemperatur-Wärmepumpe oder Induktionsbeheizung). Bisher unklar ist, welcher Pfad für die industrielle Hochtemperaturwärme (u.a. Industrieöfen, Brenner, Feuerungsanlagen) aus betriebswirtschaftlicher, technischer und volkswirtschaftlicher/auf die Leitungsinfrastruktur bezogener Sicht zu bevorzugen ist.

Die Initiative „Klimahafen Gelsenkirchen“ vereint 17 Unternehmen verschiedenster Branchen, die sich – unterstützt durch IHK Nord Westfalen, Stadt und Wissenschaftspark Gelsenkirchen – mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, den Stadthafen Gelsenkirchen zu einem klimaneutralen Industrie- und Logistikstandort zu machen. Sechs dieser 17 Unternehmen nutzen Prozesswärme auf Basis von Erdgas auf unterschiedlichen, überwiegend jedoch hohen Temperaturniveaus (> 200 °C). Aufgrund seiner Branchen- und Prozessvielfalt steht der Unternehmenscluster im Klimahafen Gelsenkirchen prototypisch für eine große Zahl mittelständischer Unternehmen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Unter den aktuellen Rahmenbedingungen wäre für die allermeisten Betriebe weder die Elektrifizierung noch der Umstieg auf 100%-Wasserstoff wirtschaftlich darstellbar. Dennoch sind Industriebetriebe aus dem Bereich der Prozesswärmeanwendung heute schon bereit, die Technologieoptionen zur Dekarbonisierung prototypisch durchzutesten und auch die Erfolgsbedingungen für eine Umstellung auf klimaneutrale Energieträger in der Frühphase zu definieren.

Die Pionierunternehmen, die bereit sind, jetzt zu investieren, brauchen Sicherheit darüber, wie die zukünftige Entwicklung des gesetzlichen/regulatorischen Rahmens sein wird.

Mit der hier skizzierten Kurzstudie möchte die Initiative am Beispiel des Prozesswärme-Clusters im Stadthafen Gelsenkirchen einen konkreten Beitrag zur Diskussion über Szenarien für die Dekarbonisierung der industriellen Prozesswärme leisten. Die bisher auf nationaler Ebene vorliegenden Untersuchungen werden der Vielfalt der Branchen und Prozesse nicht gerecht. Die Studie soll somit einen Beitrag für einen besonders für den Mittelstand deutlich zu erweiternden Diskurs über die Dekarbonisierung industrieller Prozesswärme liefern,

Die Studie setzt auf der betrieblichen Ebene an, ermittelt den IST-Zustand, ermittelt und vergleicht Transformationspfade zur Dekarbonisierung und verknüpft diese mit Szenarien für die künftige Verfügbarkeit und Preisentwicklung verschiedener Versorgungsoptionen, um beispielhaft Schlussfolgerungen für Betriebe und den Prozesswärmecluster zu treffen. Die Erstellung der Studie wird von Workshops begleitet, die den wichtigen Beitrag der Studie zur politisch-strategischen Diskussion um die Prozesswärme in Deutschland unterstreichen sollen.

Möchten Sie mehr über die Erstellung der Studie erfahren? Sprechen Sie uns gerne an. 

Unternehmenspartner:

 

Institutionelle Partner:

 

Beauftragte Forschungspartner:

 

Klimahafen Gelsenkirchen

c/o Wissenschaftspark Gelsenkirchen GmbH
Munscheidstr. 14
45886 Gelsenkirchen
0209-167-1005
info@klimahafen-gelsenkirchen.de